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  • Gelenkwellenfabrik Wilhelm Sass

Gelenkwellenfabrik Wilhelm Sass Lackierung wird immer wichtiger

  • <p>Sass stellt Gelenkwellen in Längen von 10 cm bis zu 10 m her.</p>

Seit 1935 produziert die Gelenkwellenfabrik Wilhelm Sass in Stapelfeld bei Hamburg Gelenkwellen für Nutzfahrzeuge und nahezu alle Industriezweige. Mit Sonderkonstruktionen, Spezialanfertigungen und maßgeschneiderten Systemlösungen gelingt es dem in dritter Generation inhabergeführten Unternehmen, die größtenteils individuellen Wünsche der Kunden zu erfüllen. Dafür setzt Sass mehr und mehr auf die Eigenfertigung. Ebenfalls inhouse findet die Beschichtung der Gelenkwellen statt. Ob reine Transportbeschichtungen, farbige Decklack-Beschichtungen oder schwerer Korrosionsschutz – lackiert wird seit 2017 ausschließlich mit Nasslacken von Brillux Industrielack.

Rund 20.000 Gelenkwellen werden in Stapelfeld im Hamburger Osten pro Jahr auf modernsten Fertigungsanlagen und nach neuesten Erkenntnissen der Technik produziert. Während Sass die rohen Schmiedestücke zukauft, erfolgt die komplette Bearbeitung und Endfertigung der Gelenkwellen durch erfahrene Sass-Mitarbeiter. „Alles, was spanend verarbeitet wird – etwa der Sitz für die Kreuze, Einstiche für Sicherungsringe, die Nuten am Anschlussflansch oder die Lochkreise –, wird bei uns gemacht. So gelingt es uns, die hohen Ansprüche an die Qualität unserer Gelenkwellen zu sichern. Zugleich können wir maßgeschneiderte Systemlösungen anbieten und individuelle Kundenwünsche und Sonderanfertigungen realisieren“, erklärt Mathies Rüggen, Betriebsleiter der Gelenkwellenfertigung der Gelenkwellenfabrik Wilhelm Sass.

Sass stellt Gelenkwellen in Längen von 10 cm bis zu 10 m und mit Flanschanschlüssen von DIN 58 - 435 mm her, bietet unterschiedliche Anschlussarten sowie die Ausführung als Schnellwechselkupplung. Die Einsatzgebiete der Gelenkwellen reichen von unterschiedlichsten Nutzfahrzeugen bis hin zur industriellen Anwendungen in Fördertechnik und Kranbau, Druckmaschinen, Kunststoffindustrie, Marine, Schienenfahrzeugen, Walz- und Stahlwerken, Baumaschinen, Landtechnik und Bühnentechnik.

 

Unser vorheriger Lieferant hatte Mindestabnahmen von 40 bis 60 kg. Das führte etwa bei Sonderfarben, wo nur geringe Mengen Lack benötigt werden, regelmäßig zu großen Mengen an Überschuss, die irgendwann entsorgt werden mussten.

Mathies Rüggen, Betriebsleiter Gelenkwellenfertigung, Gelenkwellenfabrik Wilhelm Sass.

<p>Mathies Rüggen, Betriebsleiter Gelenkwellenfertigung, Gelenkwellenfabrik Wilhelm Sass.</p>
 

Lackierung der Gelenkwellen wird immer wichtiger

  • <p>Frisch lackierte Gelenkwelle</p>
  • <p>Teillackierte Bauteile</p>

Neben der Konstruktion und Fertigung gewinnt die Lackierung der Gelenkwellen immer mehr an Stellenwert. Je nach Anforderung und Kundenwunsch erhalten die verschweißten und entfetteten Gelenkwellen in der eigenen Nasslackierungsanlage eine Transportbeschichtung, werden farbig gestaltet oder mit einer Korrosionsschutzlackierung ausgestattet. Da im Produktionsprozess schnellere Trocknungszeiten gefordert waren, kam es im Jahr 2017 zum Kontakt mit Brillux Industrielack. Die vorbehaltlose Beratung und die kompetente technische Betreuung vor Ort überzeugt – neben den Produkten – Betriebsleiter Mathies Rüggen sofort.

Als einer der wenigen Lackhersteller entwickelt, produziert und vertreibt Brillux Industrielack sowohl Pulver- und Nasslacke als auch Coil-Coating-Lacke. Allein das Nasslack-Sortiment bot der Firma Sass für jede Anforderung das passende Beschichtungsmaterial. Einen weiteren großen Vorteil sah die Gelenkwellenfabrik in der Möglichkeit, bei Brillux Industrielack Kleingebinde abnehmen zu können. „Unser vorheriger Lieferant hatte Mindestabnahmen von 40 bis 60 kg. Das führte etwa bei Sonderfarben, wo nur geringe Mengen Lack benötigt werden, regelmäßig zu großen Mengen an Überschuss, die irgendwann entsorgt werden mussten. Bei Brillux können wir nun in der Grundierung Gebindegrößen von 10 kg und im Decklack 2,5 kg abnehmen“, so Mathies Rüggen, „Der dritte Punkt, der für Brillux Industrielack spricht, ist der Schnell-Lieferservice. Nasslacke, die wir bis 11 Uhr bestellen, werden in der Regel noch am selben Tag versendet. Der Hersteller, bei dem wir zuvor gekauft haben, hatte dagegen eine Lieferzeit von 4 bis 5 Tagen.“ Über den Schnell-Lieferservice kann Sass sowohl 2,5-kg- als auch 10-kg- Gebindegrößen bestellen, was für das Unternehmen geringe Lagerkosten und weniger Lagerfläche bedeutet.

 

Schnellere Trocknungszeit für die Sicht- und Transportlackierung

Etwa die Hälfte der Sass Gelenkwellen erhält eine Sicht- und Transportlackierung mit 1K-Haftgrundierung 5408 glatt, matt – 90 Prozent davon im Farbton Schwarz, der Rest wird in Beige grundiert. Da der universell einsetzbare Haftgrund von Brillux Industrielack, verglichen mit der zuvor eingesetzten Grundierung, schneller trocknet, erfolgt der Auftrag in einer Schichtdicke von 10 bis 40 µm. Bereits nach etwa 15 Minuten sind die mit 1K-Haftgrundierung 5408 im Niederdruckverfahren beschichteten Gelenkwellen aus Schwarzstahl trocken. „Die Trocknungszeit ist für uns ein zentraler Punkt. Wir produzieren und liefern einen großen Teil der Gelenkwellen im 24-Stunden-Service. Bis die Verpackung und Lieferung ansteht, hat der Lack maximal 30 Minuten Zeit zu trocknen“, beschreibt Mathies Rüggen die Herausforderung.

 

Farbige Gelenkwellen: alle RAL-Farben möglich

Zahlreiche Gelbtöne, Blau, Rot, Orange, Grün, Weiß, Schwarz – die zweite Hälfte der Sass-Kunden wünscht sich farbige Gelenkwellen. Wie für die Sicht- und Transportbeschichtung werden die Gelenkwellen hier zunächst mit der 1K-Haftgrundierung 5408, glatt, matt in Beige beschichtet. Anschließend folgt eine Decklackierung mit 2K-PUR-AC-Lack 5740, glatt, hochglänzend in ca. 40 bis 60 µm Schichtstärke. Anders als bei der Grundierung wird der Auftrag per Becherpistole im gewünschten RAL-Farbton vorgenommen. „Bei dem 2K-PUR-AC-Lack handelt es sich um einen zweikomponentigen Polyurethan-Lack mit ausgezeichneter Glanz- und Farbtonstabilität und einer guten Spritznebelaufnahme. Wenn die Ware per Nachtexpress versendet werden soll, wird als Trocknungsbeschleuniger zusätzlich 2K-PUR-Decklack-Beschleuniger 5136 verwendet“, erklärt Jan Werges, Verkaufsberater Brillux Industrielack. Andre Alder, Bereichsleiter Verkauf bei Sass, ergänzt: „Ein weiterer Service von Brillux Industrielack, den wir sehr schätzen, ist die Schulung unserer Mitarbeiter. Dass sie von Brillux Mitarbeitern Grundlagenwissen vermittelt bekommen, ist viel wert.“

 

Korrosionsschutz: zwei Varianten zur Auswahl

  • <p>Spezialwünsche sind bei Sass kein Problem.</p>

Mit einem Anteil von 2 Prozent werden die von Sass angebotenen Korrosionsschutzlackierungen zwar eher selten in Anspruch genommen, doch Spezialwünsche sind die besondere Stärke des über 80-jährigen Familienunternehmens. Dank der zwei unterschiedlichen Korrosionsschutzlackierungen wird Sass seinem Ruf als Spezialist für maßgeschneiderte, individuelle Gelenkwellen gerecht.

Um die Korrosivitätskategorie C4 H zu erreichen, werden die Gelenkwellen zunächst SA 2 ½ gestrahlt, dann mit dem 2K-EP-Haftgrund 5706 grundiert und im Anschluss mit dem 2K-PUR-AC-Lack 5740 deckbeschichtet. Sobald die Anforderungen an den Korrosionsschutz bei C5 H liegen, wird zunächst auf den in SA 2 ½ gestrahlten Stahl die 2K-EP-Zinkstaubfarbe 5707 aufgetragen. Im Anschluss wird der 2K-EP-Haftgrund 5706 zwei Mal aufgetragen. Die Endbeschichtung erfolgt mit dem 2K-PUR-AC-Lack 5740. Alle Materialaufträge erfolgen in einer Schichtstärke von ca. 80 µm.